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Juli 2011:  Vier wunderbare Aufführungen unserer Theater-AG, auf jeden Fall D A S  kulturelle High-Light der KGL-Saison!


G r a n d i o s ! ! !  Ganz ganz herzlichen Dank an unsere tolle Theatertruppe, die uns mit vier umwerfenden Aufführungen verwöhnt hat. Ihr habt einmal mehr gezeigt, was mit dem passenden Feuer und riesigem Engagement möglich ist.

Kurz zum Inhalt:
Herzog Theseus von Athen will sich vermählen mit Hippolyta. Zu diesem Hochzeitsfest planen
einfache "Handwerksleute" ein kurzes Theaterstück aufzuführen.
Hinzu kommen mehrere verzwickte, verrückte Liebesgeschichten, bei denen auch Elfen eine gewichtige Rolle spielen. Ein Vorbericht erschien in der Rheinischen Post: Hier findet man ihn: KLICK!!



Juni 2010:   Ein riesiger Glückwunsch geht an das Theater-Team; es gab zwei überaus gelungene Aufführungen. Herzlichen Dank dafür !!! Euch sind einige sehr eindringlich wirkende Szenen gelungen.

Die Rheinische Post schreibt dazu:

"Beeindruckendes Schülertheater in Lintorf"

...und die WZ titelt:

"Schwere Theaterkost überzeugend serviert"

Termine:         04. + 05. Juni 2010 in der Großen Aula des KGL;

einen weiteren Termin wird es gegen Ende des Schuljahres geben, dann für die Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 9.

Hier sind einige Infos:

„Da es passiert ist, kann es wieder passieren und wir müssen verhindern, dass es wieder passiert“.

Diese Worte stehen sinngemäß im Eingangsraum der Holocaust Gedenkstätte in Berlin.

Wie so etwas jederzeit, zumindest im kleineren Rahmen, wieder passieren kann, zeigt das Theaterstück „Die Welle“ von Reinhold Tritt, wie ich finde auf sehr eindrucksvolle Weise.

Das Stück basiert auf einem realen Experiment, dass der amerikanische Geschichtslehrer Ron Jones (im Stück verkörpert durch Ben Ross), 1967 an einer kalifornischen Highschool durchführte, um eine Antwort auf die Frage einer Schülerin zu geben: „Wenn die Mehrzahl der Deutschen keine Nazis waren, warum hat denn keiner versucht, den Holocaust zu verhindern.“

Durch die plötzliche Verkörperung einer echten Autoritätsperson, konnte Ron Jones relativ einfach die Schüler disziplinieren, und aus „Einzelgrüppchen“ eine Gemeinschaft formen.

Doch mit diesem neuen Gruppengefühl und angetrieben von gemeinsamen „Aktionen“ wurde eine Bewegung ausgelöst, welche das Experiment zunehmend außer Kontrolle geraten ließen.

Erschreckend dabei auch die Beobachtung, dass weder Schüler, Lehrer, Eltern noch Geistliche sich gegen das Experiment wehrten. Zehn Jahre lang wurde über das Experiment geschwiegen, bis sich Ron Jones entschloss die Ereignisse als Geschichte zu veröffentlichen, auf der sowohl der unter Schülern und Lehrern heutige bekannte Roman, als auch diese Theaterfassung von Reinhold Tritt basieren. An Bekanntheitsgrad gewonnen hat die Welle durch den deutschen Kinofilm, der die Geschichte jedoch wieder nach Deutschland holt.

Als mit Beginn des neuen Schuljahres 2009/2010 sich die Theater AG zum ersten Mal wieder traf, war ich doch sehr erfreut, dass neben einigen bekannten Gesichtern aus der letzten Inszenierung
In 80 Tagen um die Welt“, viele neue zu sehen waren. Da das Stück „Die Welle“ für mich bereits feststand, denn es sollte dieses Mal ein ernsthafte Thematik inszeniert werden, galt es am Anfang abzuwarten, wie sich die neue Theatergruppe entwickelte. Da erfreulicherweise, die meisten geblieben sind, hatten Klaus Wansleben und ich das Problem von einem Überangebot von Schauspielern. Eine Lösung fand sich relativ schnell, durch eine Doppelbesetzung von manchen Rollen.

Warnung:

Am Anfang des Stückes sehen Sie für ca. 3 Minuten Originalausschnitte aus dem französischen Dokumentarfilm „Nacht und Nebel“, der Impressionen aus Konzentrationslagern nach deren Befreiung zeigt. Es werden daher Bilder zu sehen sein, die unter Umständen eine verstörende Wirkung haben könnten. Nicht nur aufgrund der Filmausschnitte, sondern auch wegen seiner dramaturgischen Entwicklung haben wir eine Altersempfehlung von 12 Jahren herausgegeben.

Dirk Holtkamp

DARSTELLER:

- Ben Ross  –  Benjamin Deußen
- Christie Ross  –  Miriam Bünning
- Direktor Owens  –  Klaus Wansleben
- Laurie Saunders  –  Saskia Dünnwald
- David Collins  –  Michael Pollmann
- Robert Billings  –  Fabian Rebs  /  Philipp Roß
- Brian Ammon  –  Sam Schaub
- Brad Marlowe  –  Timo Patolla
- Amy Smith  –  Romy Jochheim  /  Joana Holtkamp
- Alex Cooper  –  Alexander Tönnes
- Andy Block – Lara Kronenberg / Lisa Semmler
- Andrea White  –  Alexa Abraham
- Janet Baker  –  Laura Mollenhauer  /  Mariella Dieckmann

HINTER, VOR UND NEBEN DEN KULISSEN:

- Regieassistenz  –  Laura Frielingsdorf
- Beleuchtung  –  Patrick Roepke
- Organisation  –  Dirk Holtkamp, Klaus Wansleben

INSZENIERUNG: Dirk Holtkamp


Schöne Theatererlebnisse 2009 im Stadttheater Ratingen:

In 80 Tagen um die Welt 

Trotz Grillwetters und attraktiver Konkurrenzveranstaltungenwar das Stadttheater am Pfingstsamstag 2009 sehr gut besucht. Die Premiere desneue Stücks des ExperimentierTheaters bzw. der Theater-Ag am KGL lockte Großund Klein an. Die Zuschauer honorierten die abwechslungsreich und professionell von Dirk Holtkamp inszenierte Reise mit zahlreichen Lachernund einem lang anhaltenden Schlussapplaus.


Auch bei der zweiten Aufführung am Donnerstag, 4 Juni 2009,konnten die Schauspielerinnen und Schauspieler noch einmal vor großen Publikumglänzen und den verdienten Lohn für ca. 8 Monate eifrige Probenarbeit ernten. 

Für das kommende Schuljahr ist bereits eine Fortsetzung derTheaterarbeit vorgesehen.

Nähere Informationen gibt es Anfang August 2009 mit Beginndes neuen Schuljahrs. 

Hier folgen einige Impressionen von der Theateraufführung:












Goethes   FAUST    als    KGL-Erlebnis

Vor genau 20 Jahren gab es eine legendäre Theateraufführung unserer damaligen Theater-AG: Goethes Faust Teil 1 wurde mit riesigem Erfolg im Stadttheater Ratingen aufgeführt.

Nun hatte sich eine Gruppe aus 'Ehemaligen' und aktuellen Schülerinnen und Schülern vorgenommen, in einer besonderen Variante das Faust-Stück neu ins Theater zu bringen.

Donnerstag, den 8. November / Beginn 20.oo Uhr im Stadttheater Ratingen

Rückblick auf das Theaterereignis: 08.Nov.07 : Das Experimentier-Theater am KGL hatte sich nach 20 Jahren wieder den berühmten 'Faust' vorgenommen. Und wie !!! BRAVO und großes Dankeschön für eine grandiose Aufführung im Stadttheater Ratingen !!! Glückwunsch zu einer wirklich überzeugenden Teamleistung !!! Respekt vor der schauspielerischen Qualität !!!

Tiefe Verbeugung vor der Leitung und vor der gekonnten und absolut überzeugenden Verkürzung des Stoffes !!! Und zuletzt: Gelächter in Richtung der Bremser und Bedenkenträger. Am KGL gelingt immer wieder die eindrucksvolle intensive Förderung der kreativen Kräfte - mit eigenen Mitteln !!!

Hier sind noch weitere Infos zu dem Theaterprojekt:

„Begegnung der Generationen“: nach 20 Jahren wieder ein „Faust“ aus Lintorf.

Fast genau auf den Tag sind es 20 Jahre her, als eine Theatergruppe damaliger Abiturienten in Eigenleistung (fast ohne Lehrerhilfe) im Stadttheater Ratingen mit Goethes „Faust“ Premiere feierte. Der Erfolg (über 2000 Zuschauer, bei insgesamt 5 Aufführungen) und die Kritiken waren überwältigend. Auch war es bis dato wohl noch nicht vorgekommen, dass sich Schüler für ihre erste Bühnendarstellung ausgerechnet ein solch schwieriges und umfangreiches deutsches Theaterstück ausgesucht haben. Als Grundlage diente damals die etwa dreieinhalbstündige Fassung des legendären Gustav Gründgens.

Nach dieser „Schülerinitiative“ entwickelte sich später dann das ebenfalls erfolgreiche „Experimentier­Theater, Ratingen“, * um das es in letzter Zeit leider stiller geworden ist. Von damaligen Ensemblemitgliedern wurde die Idee geboren, aus einer „Faust-Lesung“ zusammen mit gegenwärtigen Oberstufenschülern noch einmal eine Inszenierung in gekürzter Form innerhalb des städtischen Jugendkulturjahrs 2007 zu präsentieren, und zwar als eine „Begegnung der Generationen“.

Kenner des Stücks werden sicherlich einige Szenen und manche Textpassagen vermissen, trotzdem ist der Kern der Geschichte (sowohl die von Pessimismus durchzogene Phase der „Midlife-crisis“ des frustrier­ten Studierstubengelehrten als auch die tragische Liebesgeschichte zwischen Faust und Gretchen) erhalten geblieben, unterstützt durch Zwischenkommentare des „Herrn“/ Spielleiters. Auch wurde wie damals auf große Bühnenaufbauten verzichtet, sondern mehr Wert auf die eigentliche Darstellung gelegt, unterstützt durch einige Requisiten und vor allem durch die Beleuchtung des ehemaligen Ensemblemitglieds Ansgar Kluge (heute Bühnemeister / Beleuchter im Tanzhaus NRW). Auf alte Kostüme wurde ebenso verzichtet, denn die Geschichte des „Faust“ ist trotz seiner Sprache absolut zeitlos. 

Nun wünschen wir Ihnen viel Spaß.

Zum Inhalt : „Faust. Der Tragödie erster Teil.“

Eine „Scheinwette“, mit der Gott vom Teufel herausgefordert werden sollte, ist die himmlische Basis dafür, dass sich auf Erden der umfassend gelehrte Dr. Heinrich Faust, der seines Lebens müde, gelangweilt und deprimiert ist, auf einen Pakt mit dem teuflischen Mephistopheles einlässt.

Faust verkauft sich und ist bereit, seine Seele zu verschleudern, sollte es dem Teufel gelingen, ihn in eine Situation der vollkommenen Glückseligkeit zu bringen, welche ihn zum Ausruf an den erfüllten Moment bewegen würde: „Augenblick[…], / Verweile doch, du bist so schön!“.

Er lernt die jugendliche Person „Gretchen“ kennen. Sie kommt aus kleinbürgerlichem Haus und ist nach christlicher Moral erzogen. (In der sogenannten „Gretchenfrage“ möchte sie sich des letzten Fundaments liebender Treue im Innern des neuen Liebhabers vergewissern: „Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?“)

Für Gretchen ist es die erste große Liebe, für Faust eher Begierde, doch entstehen auch bei ihm Empfindungen und Wollensansätze tieferen Liebens.

Jedoch ist diese Beziehung wegen Mephistos fortwährender Intrigen und seiner Bosheit zum Scheitern verurteilt. - In der „Kerkerszene“ hört Faust gar die Worte Gretchens: „Heinrich! Mir graut´s vor dir!“; kurz danach endigt diese tragische Geschichte mit Gretchens Tod.

 
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